Friday, January 26, 2007

Leider...

...komme ich im Moment echt kaum dazu, jede Woche neue Charts zu schreiben. Der Blog bleibt jedoch weiter bestehen und ich werde auch weitermachen...
Dafür gibts einen neuen umfangreichen Post in meinem "normalen" Blog.
Grüße sagt

Hannes

Monday, September 11, 2006

Album-Check #1: Panic!At The Disco


Album-Check:

A Fever You Can't Sweat Out

Panic! At the disco


01. "Introduction"
Recht nichtsaussagend und eher einleitend für

02. "The only difference between martydom and suicide is press coverage"
Dieses Stück gehört zu meinen Lieblingsstücken auf dem Album. Ich kanns mittlerweile auswendig, weil ich es einfach mindestens doppelt so oft höre wie die anderen auf dem Album. Ein eher flotteres Stück, das einen noch flotteren Refrain hat, welchen man -als denn man dem Text mächtig ist- richtig schön mitschreien kann. Ohne Ecken und Kanten. Der kurze Techno-Party in zweiten Drittel des Songs ist saugeil.

03. "London beckoned songs about money written by machines"
Einige Tempowechsel, der Refrain ist schnell und gut.

04. "Mails for breakfast, tacks for snacks"
Groß klingendes Intro, dann baut sich mit der ersten Strophe Spannung auf. Der Schlagzeuger gefällt immer besser. Dennoch eins der eher mittelmäßigen Stücke des Albums.

05. "Camisado"
Das Intro balladig angehaucht, beginnt `Camisado` dennoch direkt und treibend. Wieder diese kleinen Elekroparts zwischendurch. Lockere Sache.

06. "Time to dance"
Der Titel sagt es: Zeit zum Tanzen. 'Time to dance` animiert direkt mit der Keyboardmelodie am Anfang. Eins der schnellsten Stücke, der Trommler hat mächtig zu tun. Der elektronische Stimmenverzerrer für die Leadstimme kommt gigantisch (1:26).

07. "Lying is the most fun a girl can have without taking her clothes off"
Erstmal zaubert der Titel ein erstes Lächeln auf die Lippen, dann das zweite als man erkennt, dass `Lying`... doch das Stück ist, was mittlerweile öfter im Radio gespielt wird...richtig: Die zweite Single von P!ATD. Soweit gar nicht schlecht, dennoch irgendwie ziemlich poplastig.

08. "Intermission"
Super Intro. Man vermutet alles, nur keine Rock/Crossover-Band...doch auch die ist es hier nicht! Simples, leicht verzerrtes Klavierspiel nach dem elektronischen Synthie-Intro macht ratlose Gesichter.

09. "But it's better if you do"
Supergut! Es stimmt wieder alles. Mitsingen geht gut, swingen und rocken kann man dazu auch. Das Schifferklavier gegen Ende kommt düster, bis das Saitengeklimper einer Geige perfekt übergeht in die erste Single

10. "I write sins not tragedies"
...über die man nicht mehr viele Worte verlieren muss, da ich dieses Lied schon in meinen Charts drin hatte.

11. "I constantly thank God for Esteban"
Wunderbare Akustiggitarrenklänge harmonieren wunderbar mit dem Schlagzeug. Nach etwas ruhigeren Klängeren kommt der Refrain, und der hat einen Wahnsinnsrhythmus! Die Klavierklänge und die Echostimme zwischendurch passen gut. Einer der Topsongs!

12. "There's a good reason these tables are numbered honey, you just haven't thought of it yet"
Seltsamer Text, aber ein tolles Stück. Wieder mal ein komplett musikalischer Stilwechsel, und wiederum kann man kaum erkennen, wo eigentlich der Rhythmus steckt, da er ständig modifiziert in der Gegend herumläuft. Gehört auch in die Top3 dieses Albums. Warum? Wegen diesem göttlichen Trompeten-Outro, was auch kurz in Song 01 zu hören ist.

13. "Build God, then we'll talk"
Lied 13? Und das letzte Lied? Naja...das kann ja irgendwie gar nicht so toll werden...Stimmt. Nach den großen Liedern dieses Albums ist das ziemlich leichte Kost. Kaum neues, kaum solides, schlicht- langweilig.


Fazit

Die guten Stücke lassen die Platte in einem guten Licht erscheinen. So ist Rock in meinen Ohren noch nie gespielt worden! P!ATD sind ein perfekt eingespieltes Team mit Gespür für neues, noch nicht dagewesenes. Absolut groß und deshalb zu Recht mein aktuelles Lieblingsalbum!

Monday, August 21, 2006

Top Ten vom Dienstag, den 12. September 2006

John Murphy - Hava Nagila
Hier hätten wir einen ziemlich bekannten Filmkomponisten namens John Murphy, der sich dem jiddischen "Hava Nagila"-Thema angenommen hat.
Anfangs irgendwie russischen Ursprung vermutend merkt der aufmerksame Hörer bald, dass es sich um Klezmer-Musik handelt. Und was für welche! Wie ein griechischer Tanz fängt das Lied an wild zu werden und immer schneller, im Geiste sieht man furchtbar brave Leute in Ringelreihen durch die Pampas hüpfen, während befriedigt lächelnd drei weisse Vollbärte, in denen man die zugekniffenen Augen nicht zu erkennen vermag, mit Gitarren und Klarinetten das Lied aufs Finale bugsieren. Mitreißend!

Madonna - Lucky Star
Ich habe die 80er eigentlich gehasst. Die Mode - ein Witz. Die Frisuren: Zum Abfackeln. Die Kassengestelle! Zum Davonrennen! Und dann kommt Frau Madonna daher und trällert den Soundtrack zu dieser furchtbaren Ära des schlechten Geschmacks in deine verblüfft-verängstigten Ohren. Aber irgendwie will man sich ein Halstuch umbinden, die pinke Leggings bis zum Anschlag in die Kimme ziehn und im "Westside" den Achtziger Männerminimaltanz aufs Parkett schleudern. "Lucky Star" wird entschädigt durch die naiv-lustigen Eletro-Dance-Einflüsse. Achja - Retro-Bonus! Abhotten, Leute!

The Herbaliser - Sensual Woman
Saugechillt, dieser Panflötensound. So ein Panflötensound, wie er nur in absolut hippen In-Bistros gespielt wird. Die weibliche, wohltuende Stimme ist der Hammer und redet die ganze Zeit über Sex. Das ist neben dem Chill-Groove, der leicht an Cdm erinnert, mit das beste am Lied. Seeeehr relaxt und nicht direkt jugendfrei.

The Stranglers - Golden Brown
Ein absolut zeitloses Lied, dieses 'Golden Brown'. Wie viele Lieder in dieser Liste aus dem Snatch-Soundtrack, ist den Stranglers hier ein richtig gutes Lied gelungen. Der 4/4 Takt ist zwar einer, Walzer wird man trotzdem nicht drauf tanzen können, weil sich nach jedem Taktende ein kleiner Zeittropfen zusätzlich reinsetzt und den Beat kurz rumwürgt um ihn auf die nächste Bahn zu bringen. Klingt kompliziert, hört sich jedoch sehr einfach. Ich liebe dieses Lied!

K-Os - Love Song
Ein schon etwas älteres Hiphop-Stück, welches durch seine Gechilltheit und den lässigen Beat voll überzeugt. Kopfnicker!

Peaches - I U She
Premiere! Noch nie hat es ein Lied allein durch den Bass in diese Liste geschafft. Peaches, diese bekloppte UK-Rapperin, hat es geschafft. Mit dem minimalistischen Text und dem aufklärenden Refrain hat sie zwar keinen Meilenstein der Musikgeschichte geschaffen, wohl aber die perfekte Electrobeat-Grundlage für jeden dicken Subwoofer.

The Specials - Ghost Town
Sehr gechillter Ragga-Dancetune, mit Bläsern und Geistergeheule verfeinert.

Orson - No tomorrow
Läuft zwar im Radio rauf und runter, verdient aber trotzdem eine Erwähnung! Mit ihrer Debüt-Single haben Orson den Puls der Zeit getroffen und reihen sich ein in die Mischung aus Kooks, Killers, Subways und einem Schuss Weezer. Der Refrain geht richtig ab. Macht Spaß!

Snoop Dogg - From da chuuch to da place
Eins der besten von Snoopy Dee ´O´ Double Jizzle ever! Allein das Intro verdient einen Grammy, weil Kult geworden. Snoop rappt noch pimpiger als sonst und insgesamt klingt das Lied dank bombigen Refrain und der Bassline sehr stimmig.

Prodigy vs. Enya - Smack my Enya
Wer die Mixe aus MTV Mash! noch nicht kennt, dem sei diese Kostprobe (eine der besten Mixe wie ich finde) sehr ans Herz gelegt. Enyas sanfte Engelsstimme aus "Orinoco Flow" wird mit "Smack my Bitch up" von den Prodigy-Jungs zusammengelegt. Vergesst beide Lieder, der Remix ist die Superlatie aus beidem. Das Video dazu gibt es hier.

Sunday, August 13, 2006

Top Ten vom Montag, den 14. August 2006

Einen Tag früher bzw. 6 Tage später als geplant, aber lieber richtig gute Lieder als so nen halbherziger Mist.
Hiermit präsentiere ich wieder eine Liste, die sich gewaschen hat!

Pepe deluxe - Woman in blue
Das schon etwas ältere Lied aus der LEVI´S Werbung, in der sich Köpfe, Beine und Hosen verdrehen. Hat nen satten Groove drauf und einfach eine flashende Melodie. Richtig gut.

Panic! at the disco - The Only Difference Between Martyrdom and suicide
P!atd sind im Moment eine der besten Bands, was das Rockspektrum betrifft. "The only difference..." besticht durch den geilen Beat und die verschiedenen Tempowechsel, besonders der Schlagzeuger hat streckenweise einiges zu tun. Der Technopart bei 1:50 ist so noch nie von einer Rockband gehört worden und passt einfach so geil rein, dass man ausflippen könnte, ein absolutes Hammerlied.

Lily Allen - Smile
Zack! Kopfnickersong deluxe. Lily Allen kommt von der Insel und hat einen richtig catchy (ich liebe Anglizismen...) Groove mit diesem Lied. Der Refrain ist nochmal ein Stück grooviger und Lily swingt das Ding mit diesem unverwechselbarem Oxford English locker durch die Schüssel.

Ce`Cile - Rude boy thug life
Richtig lässiger Ragga/Dancehalle-Tune, der mit einem satten Bass, fröhlichem Geklimper und der unverwechselbaren Reggae-Stimme von Cecile für richtig gutes Sommerfeeling sorgt.

Riza - Ik en Ali B
Wieder mal ein Liedtipp von Alina: Riza ist ein niederländischer Hiphopper und "Ik en Ali B" hört sich mit dem holländischen Rap so bescheuert an, dass es schon wieder cool ist. Der Refrain rockt und die geile "ik wil loken"-Stelle kurz vor Ende ist super.

Patrice - Household
Einfach nur derb. Patrice ist allgemein richtig gut, aber das Lied hat mich tierisch geflasht...beim Refrain läuft mir immer wieder eine Gänsehaut über den Rücken, einfach weil das Lied so nach Sonnenuntergang und Ferne klingt. Hammer.

Herbie Hancock - Soul Bossa Nova
Kennt eigentlich jeder, der schonmal "Was guckst du" gesehen hat, das ist nämlich abgewandelt die Eingangsmelodie der Sendung. Bossa Nova ist echt cool und das Ding swingt bis nach Hollywood.

Nelly Furtado feat. Timbaland - Promiscious girl
Kenn ich seit zwei Stunden und finds einfach nur super...Nelly und Timbaland harmonieren perfekt und trotz meiner eher negativ eingestellten Haltung zu R´n´B ist das Lied klasse. Wieder mal der Refrain und dort speziell Timbaland, der das Lied richtig gut macht.

Led Zeppelin - Immigrant song
Der klassische Moshersong für alle Oldschool-BMXer, Skateboarder und deren Videomusik. Muss man gar nix mehr zu sagen, ist einfach nur Kult und Led Zeppelin sowieso. Top!

Curtis Mayfield - Move on up
Wieder so eine Groovebacke aus den Sechzigern. Hier hat Kanye West sein "Touch the sky" (sehr geiles Konzert von ihm übrigens!) Sample geklaut, aber wie immer gilt auch hier: An das Original kommt niemand heran. Außerdem: Was gibts eigentlich für einen stylisheren Namen als Curtis Mayfield? You rock, dude!

Monday, July 31, 2006

Die Ärzte-Special vom Montag, den 31. Juli 2006

Herzlich willkommen zum Die Ärzte Special!
Ein Wort vorweg:
Es ist nicht möglich, Ärzte-Lieder in Hitparadenmanier zu analysieren. Man könnte es fast eher als Gesamtwerk bezeichnen. Demzufolge sind diese zehn Lieder als Auswahl zu verstehen, die zu den besseren Ärzte-Liedern gehört. Viel Spaß.

Ich bin reich
Ein wunderbare, absolut überzogene Persiflage auf die Reichen und Schönen, zu der Zeit als die Ärzte noch am Anfang ihrer Karriere standen und der Zenit noch Jahrzehnte entfernt war.

Ohne dich
Absoluter Ohrwurm, der auch schon einige Zeit alt ist. Der Text ist bitterböse ("Bitte spring doch aus dem Fenster, ich stehe unten und ich warte auf den Aufschlag") aber genial, Farins Pfeifsoli sind Kult und allgemein ist das Lied nicht zu Unrecht in dieser Liste.

Zu spät
Jahrelang ein Geheimtipp, bevor es dann von diversen DJ´s als "Westerland"-Nachfolger in den örtlichen Partygegebenheiten verramscht wurde. Genießt neben Westerland und "Männer sind Schweine" den wohl höchsten Kultstatus von Ärzte-Song, und den hat es auch verdient. Obwohl schon hundertmal gehört, gehört dieses Lied immer noch zu meinen Favorites, was nicht allein am schmalzig-naiven Text und dem Ohrwurm-Refrain liegt.

Westerland (to the Max)
Manche werden mich hassen, dass ich "Westerland" hier reingenommen habe. ABER: Das "to the max" kennzeichnet Westerland als die 9:55 min.-Version, die sehr verschiedene Musikstile enthält und ziemlich abwechslungsreich ist. Der Part der kleinen Robbe ist genauso gut wie Farins Dark Metal Verarsche nach knapp 3.30 Minuten.

Radio brennt
Sowohl in der normalen als auch in der extended Version superlustig, dennoch ist die Rap-Verarsche in der langen Version absolut gigantisch. Nach diesem Part ein Radio-Hass-Lied erster Güte!

Der lustige Astronaut (live)
Live der absolute Hammer. Neben dem hirnlosen Text schafft es Farin, die Massen komplett zu dirigieren: Ob Geschlechtertrennung ("laaalalalalala"), wo beachtlich viele Frauen absolut alles geben bis hin zu den Variationen ("lululu", "lülülü", "lilili", "und jetzt mit Z!") hat das Publikum einen Heidenspaß.

Buddy Holly´s Brille
Der Versuch, das Verschwinden der Brille von Buddy Holly zu erklären, klappt exzellent. Neben kleinen witzigen Einwürfen ("außer Russland!") gelingt es den Ärzten, auch dem letzten Zuhörer intelligent-lustig zu erklären, wo Buddys Brille letztendlich abgeblieben ist.

Elke
-ohne Worte-

Rock´n Roll Übermensch
Neben dem neueren, von Bela gesungenen Song gilt es besonders das exzellente Video zu erwähnen, das in Kaufhaus-Heimkamera-Manier gefilmt ist und in dem Bela 4 Meter groß wird. So bekloppt es klingt, ist es auch.

Ist das alles?
Ein passender Abschluss für meine Liste. Belas Loser-Einstellung in dieser Form ist einzigartig. Und blutend am Boden zu dem stehenden Schläger grinsend: "Ist das alles?" zu fragen ist eine so skurril-zu Bela passende Vorstellung, dass dieses Lied vom gleichnamigen Album einfach dazugehört.

Saturday, July 22, 2006

Top Ten vom unplanmäßigen Samstag, den 22. Juli 2006

Ich habs geschafft...juhu. Demnächst hoffentlich wieder pünktlich.

Afroman - Palmdale

Ein bombiger Beat von dem Typ, der immer high ist. Pures Kopfnicken reicht eigentlich schon, dazu zweimal pro Refrain "paaaaaaalmdaaaaale..." mitsingen und fertig ist ein gechillter Song, dessen Groove irgendwie catchy ist. Thx an Alina dafür.

The Discoboys - Hey St. Peter
Yeah man. Das schien ja glatt mal früher ein Klassiker gewesen zu sein, von den funky pilotenbrillentragenden Discoboys schick aufpoliert und gänzlich ohne ein elektronische Beats erstellendes Bassmachgerät. Einzig die leicht psychedelisch-lockeren Hintergrundsynthies lassen auf einen Remix schließen. Der Refrain ist super zum Mitgröhlen. Rockt.

Chemical brothers - My elastic eye
Ich bin glaub ich im Moment etwas auf dem Elektrotrip, wie die Discoboys und die chemischen Brüder schon vermuten lassen. Auf dem Weg zur Sporthochschule, der Shuffle-Modus im iPod eingestellt, erklingen auf einmal seltsam sphärische Glöckchenmelodien in meinem Ohr. Aber Moment mal, die Melodie klingt ja richtig gut? Kurz darauf lässt die -noch nie so gehörte- extrem aufs Gehör drückende Synthesizer-Bassmelodie mein Trommelfell fast mürbe machen, bevor die Chemical Brothers Ansätze ihres typischen Bigbeats anklingen lassen und einen fantastisch raumgreifenden Break (naja, Refrain kann mans nicht nennen) in den Song werfen. Gigantisch.

Chemical brothers - Pioneer Skies
Noch eins aus dem Labor. Zwar anfangs sehr verzerrt, dennoch ein eher ruhiges Stück, das nach einer halben Minute an einer Eisenbahn erinnert und -sitzt man in einem Zug- aufgrund des Glockenflirrens alle vier Sekunden etwas verwirrend ist. Nach 1,30 wird das ganze richtig schön, von Verzerrung keine Spur mehr. Im Gegensatz zu vielen anderen CB-Stücken (neben My elastic eye und einigen anderen) ein sehr ausgereiftes Stück ohne Experimente und grobe Kanten. Super Lied.

The Discoboys - Baby
Und die Glitzerfraktion wieder. Ahhhh, das hat man doch auch schonmal gehört! Allerdings gehörte "B-B-B-Baby" vorher in die Hardrock-Ecke, bevor es jetz zum Discoschnulli vergew....nee Stopp. Einfach nur ein schöner Remix, der das Grundlied tanzbar macht. Und das nicht mal schlecht.

The Cat Empire - Two shoes
Bisher von mir völlig vernachlässigt worden, gehört "Two shoes" seit einigen Tagen mittlerweile zu meinem CE-Favourites. Warum wird dieses Lied erstmal geskippt? Es wird wohl am Anfang liegen, der etwas schleppend und lahm daherkommt. Gottseidank kriegt der Song, hat man die Zeit bis zum ersten Refrain überstanden, danach ziemlich die Kurve. Und wie Ollie McGill, der charakteristische Backing Vocalist, bei 3,43 in den letzten Refrain einsteigt als wär er ein Stück Dextro Energy in der Blutbahn, ist geil.

Jan Delay - Klar
Mit Vogelzwitschern gehts los, aha. Hui, der Beat klingt aber gut. Ah, da ist die sprechende Nase. Hey, die neue Scheibe vom Eißfeldt rockt ja! Der Refrain ist erste Sahne, Jan Delay scheint wirklich ein Gespür für gute Musik zu haben. Mit Rap hat das zwar nicht mehr so viel zu tun, aber das ist in diesem Fall auch wirklich gut so. Wir machen das klar! [Chartsprognose: in 3-4 Wochen Top Ten]

Clueso - Vergessen ist so leicht
Das Lied ist saumäßig gechillt, aber wenn man genau gehört hat, merkt man diese abgrundtief fiese Faul- und Trägheit, die Clueso da besingt. Obs Ironie ist oder nicht, bleibt dem Hörer selbst überlassen. Aber aus so einem im Grunde sinnlosen Text (kurze Zusammenfassung: Das Haus fängt an zu brennen, Clueso ist es egal, Joint anzünden und dabei konzentrieren weil alle so laut rumschreien, ins Bett legen, gerettet werden, aber eigentlich keine Lust drauf haben) ein so schönes Lied zu machen, das bedarf schon Können. Und das hat er.

Crazy Town - Toxic
Seit NWD1 nicht mehr aus dem Gedächtnis wegzudenken. Wenn jemand einen wirklich starken Subwoofer haben sollte: Am Anfang mal bitte auf ganz laut stellen. Nach dem Satz "I can feel it..." kommt EIN EINZIGER Ton, der bei kaum Lautstärke den Woofer an seine Grenzen bringt. Diese Vibration ist (zumindest bei mir im Wohnzimmer und einem ebenso starken Yamaha-Woofer bei nem Freund) dermaßen gigantisch, dass man nicht drauf klarkommt. Desweiteren ist dieses Lied die Hymne überhaupt. Das beste Lied von Crazy Town und eins der besten Bikevideo-Lieder überhaupt.

The Raconteurs - Steady as she goes
Nunja, 'Steady as she goes' ist ja nun schon etwas älter, aber einfach immer noch tierisch geil, genauso wie das neue Album von Jack White und seinen Buddies. Mit zwei Bands derart gute Scheiben zu machen, bedarf einfach ner Menge Talent. Und davon zeugt dieses Lied.

Tuesday, July 04, 2006

Top Ten vom Montag, 3. Juli 2006

Ja, auch ich werde mal fertig...Sorry, aber so isses halt. Am Montag hoffentlich wieder pünktlich. Und jetzt - viel Spaß.

Billy Talent - Devil in a midnight mass

Billy Talent zum ersten. Dank meinem Bruder kam ich endlich und eigentlich viel zu verspätet in den Genuss von Billy Talent. Der Hammer, diese Band! "Devil in a midnight mass" startet mit diesem elektro-verzerrten Gitarrenriff und dem schrillen Schrei von Shouter Benjamin, um dann in ein konfuses, wildes Rock´n´roll Stück einzutauchen, dass durchaus ein ernstes Thema beschreibt. Das Beste an diesem Stück ist jedoch das "whisper, whisper" am Schluss. Top.

Billy Talent - Red flag
Aktuell mein Lieblingslied von meiner aktuellen Lieblingsband. Absolut mitschreitauglicher Refrain, der Gesang während der Strophen erinnert stark an Herrn Malakian von SOAD auf Hypnotize und Mesmerize. Das muss jedoch gar nicht schlecht sein, passt sogar richtig gut. Und der Refrain - nur der Hammer. Einfach geil.

Cake - Perhaps, perhaps, perhaps
Cake lassen es etwas ruhiger angehen und vertonen die Titelmelodie von "Sex and the city". Meiner Meinung nach deutlicher besser als das Original in der Serie, der Trompeter macht seinen Job gut und Cakes Sänger hört sich an, als trinkt er grad gemütlich nebenbei ein Glas Milch mit quadro y trés am Strand. Perhaps, perhaps, perhaps!

DJ Shadow - Organ Donor
Diese Melodie kennt wohl jeder, der ab und zu MTB-, BMX- oder Skatevideos sieht. Es scheint mir jedenfalls so, als wenn dieser Sound schon tausendmal dagewesen wäre. DJ Shadow macht daraus auch noch einen sehr anständigen Mix, so muss es sein. Sehr lässig und -man mag es vermuten- perfekte Videomusik.

Chris Velan - Shiver
Dieses Lied fängt genau die Stimmung ein, die ROAM, mein aktuell liebster MTB-Film, so gnadenlos gut hinbekommt. Feinste Sommerstimmung, man flowt mit dem Bike durch die Berge, nimmt ein paar Kicker und Anlieger mit und fährt mit einer aufgewirbelten Staubwolke am Kameramann vorbei. Es sollte mehr von diesen Songs geben, mal wieder feinste Sommerstimmung pur.

Thievery Corporation - Un simple histoire
Song Nummer Zwei aus dem ROAM-Soundtrack. Erinnert stark an Café Del Mar, man könnte es mit seichtem Ambient House beschreiben. Um es bildlich darzustellen: Côte azur, eine weiße schnittige Jacht durchschneidet das glasklare, blauschimmernde Wasser. Man trägt weiße Leinenhose und -Hut, und auch die Raffaello-Dame ist nicht weit. Sie gleitet auf ihren High Heels zu dir ans Steuer, gibt dir einen Kuss auf die Wange und flüstert: "Allez les bleus! Wir werden die Italiener schon schlagen, verlass dich drauf!"

RJD2 - Since we last spoke
RJD2 - Klar, all-time favorite sowieso. Aber wieso gerade "Since we last spoke?" Richtig, natürlich kommt das in ROAM vor. Und da zu RJD2s Mixes auch noch Bearclaw mächtig abgeht, färben seine 360drops und Indian Air Step-Ups natürlich auch auf die Musik ab. Besonders die sphärischen Klänge ind er Mitte des Songs sind sehr geil. Und ich liebe es, wenn sich beim Hören ein Film vor dem Auge abspielt. Deswegen - Film sehen, Lied hören! Es lohnt sich.

Manfred Krug - Ich brauche keine Millionen
Am coolsten is der alte Telekom-Manni sowieso als leicht vertrottelter Kommissar beim TATORT - aber auch swingen kann der gut. Und dieses Lied ist voll von Swing! Klar, dass sich Mammut Manfred sich da wohlfühlt, denn singen kann er ebenfalls. Der Text ist so schmalzig wie der Titel des Liedes, aber in der Konstellation stört das nicht. Macht Spaß!

Latch Key Kid - Coming home soon
Wie kann es sein - natüüürlich noch ein Stück aus ROAM...aber diesmal das letzte. Vielleicht sogar das beste? Nichts, weder RJD2, noch Thievery Corporation, noch Chris Velan können die Stimmung dieses Songs toppen. Amerikanisch ist das Lied ebenso wie das Video, und dennoch: Das Lied ist dermaßen stimmig, dass man es locker zwei Stunden am Stück hören kann und es auch 3 Stunden später nochmal nicht langweilig wird. Ich habs ausprobiert und just in diesem Moment läuft es natürlich. Mein Sommerabend-Lagerfeuer Favourite! Das Video gibts kostenlos hier anzuschauen!

Billy Talent - This Suffering
Zu guter Letzt, wie konnte es anders sein - nochmal Billy Talent. Zu "This Suffering" muss man nicht viel sagen, das Lied is in sich fast genauso stimmig wie die anderen beiden von mir vorgestellten. Aber a) muss ich die Liste ja auch mal irgendwann fertig bekommen hier und b) ist das Lied gut. Ende!