Top Ten vom Montag, 19. Juni 2006
Leonhard Cohen - WaitinDer Klassiker aus "Natural Born Killers". Vielleicht sollte man vorher diesen absolut abgefahrenen und sehr guten Film anschauen, um die Stimmung dieses wahnsinnigen Songs aufzusaugen. Ich bin eigentlich eher weniger ein Cohen-Hörer, aber dieses Lied fasziniert mich.
Counting Crows - Colorblind
Um 'Colorblind' zu beschreiben, reicht wahrscheinlich ein einziges Wort - traurig. Das merkt man schon an der melancholischen Klaviermelodie, in die sich langsam die Stimme einfügt. Wenn es ein Lied gäbe, bei dem man allein durchs Zuhören heulen kann und sich trotzdem dabei gut fühlt - dieses ist es.
Deichkind - Show n´ shine
Der absolute Gegensatz. 'Aufstand im Schlaraffenland' hat meinen iPod längst noch nicht verlassen! Mehr und mehr kristallisieren sich diverse Lieder zu absolut geilen Tunes heraus. 'Show n´ shine' lässt sich nicht passend beschreiben. Was ist das? Eine durchdringende Elektrobassline zieht sich durch das ganze Lied, die Deichkinder verstellen teilweise ihre Stimmen und der Text - einfach nur absolut durchgeknallt. Und diese explosive Mischung macht das Lied zur Bombe. Textauszug:
Ich betrete den Prunksaal, sehr geschmackvoll. Schau'n Sie sich die Decke an, alles Blattgold.
Ein paar vergessene Dynastien, verstrahlte Kaiser, besessen vom Kokain.
Baroness, Respekt vor ihrer Leistung, mein Haar streift'n Teppich bei meiner Verneigung.
Welch bezauberndes Antlitz! Kommen Sie bitte morgen vorbei auf meinen Landsitz!
Es wird ein kalter Tag, ziehen sie sich warm an, wir reiten in den Wald zur Jagd.
Und danach gibt's Diner, können Sie die Zeit entbehr'n? Bischen Rehragout mit Preiselbeer'n.
Dynamo 5 - The letter
Gestern mal wieder 'Sonnenallee' geguckt und automatisch legt man anschließend wieder den Soundtrack auf. Diese Version von 'The letter' ist zwar ein Cover, wohl aber fast besser als das Original. Durch diesen Film zum Kracher geworden, super!
Jim Noir - Eanie Meanie
Der Song aus dem Adidas-Werbespot. Simpel, akustiggitarrig, genial. Seid sprachlos vor soviel Spirit und Lazyness.
Patsy Cline - Back in baby´s arms
Nochwas aus dem 'NBK'-Soundtrack. Im Film perfekt wie die Faust aufs Auge passend, zum Hören einfach nur gut. Vielleicht wirkt dieser Oldie noch eher, wenn man den Film kennt - schaden kanns jedenfalls nicht.
Helge Schneider - Auf dem Arbeitsamt
Seit zirka 4 Wochen bei mir Kult, wird mindestens zweimal am Tag gehört. Kein Song, sondern ein kurzer Ausschnitt aus Helges Liveprogramm, indem er seinen ersten Besuch beim Arbeitsamt zweistimmig nachstellt. Zwischenzeitlich echt ausgeflippt, für Helge-Fans ein absolutes Muss. Auszug: "Was haben sie denn für einen Berufswunsch, Herrrrrrrrrrrrrrr..." "Schneider!" "Schneider." "Ja...Frisör." "Frisöööööör. Ja. Und?" "Ja, ich will fragen." "Bitte!" "Frisör?" "Hmmmh." Ich?" "Aha! So kommen wir weiter."
John Miles - Music
Ein absolut zeitloser Klassiker. Da lass ich mich glatt zu solchen Phrasen hinreißen wie "Ein Meilenstein der Musikgeschichte". Ne, mal wirklich...ein Granate aus Tempowechseln, Stilen und Melodien, und das ganze dermaßen perfekt zusammengerührt, dass es wirklich ein verdammt-guter-Song ist. Viel Spaß.
Barry White - Come on
Najaaa...gut. Barry White ist ja weithin eher als Schmusesänger bekannt. Auch dieses Lied ist eher ruhig...aber a) hat der schwarze Herr White verdammt tiefe Stimme und b) ist der Refrain einfach super. Deswegen - gut.
Die Ärzte - Bitte Bitte
Eins der weniger bekannten Lieder von den Ärzten. Damit die Intention des Liedes klar wird, vervollständige ich den Titel mal: "...lass mich dein Sklave sein". Dieses ebenfalls ziemlich abgefahrene Lied thematisiert den S/M-Fetisch, von einer erotisch hauchenden Stimme sachlich durch das ganze Lied erklärt. Gerade diese Sachlichkeit, mit kleineren Sound- und Sprachschnipseln garniert, macht das Lied für die einen zur beklemmenden Hymne, die anderen werden sich einfach nur prächtig amüsieren.
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